Aber wenn wir zu sehr an unseren Plänen festhalten, besteht die Gefahr, daß wir achtlos an Weggabelungen vorbeirasen, die zu einem noch besseren Ziel führen könnten als der Weg, den wir ursprünglich eingeschlagen hatten. (Seite 295)

Cover: Eine Pension zum VerliebenZum Inhalt

Nachdem Vienna Price arbeitslos geworden ist, kommt sie nach Hope Harbor, wo ihre Mutter eine Buchhandlung betreibt. Eigentlich will sie nur etwas ausspannen, bevor sie sich einen neuen Job sucht. Doch dann trifft sie auf Matt Quinn, der hier für seine Schwester eine renovierungsbedürftige Pension auf Vordermann bringen will. Als erfahrene Hotelmanagerin kommt sie nicht umhin, ihm zu helfen, auch wenn die erste Begegnung mehr als unfreundlich verläuft. Zumal sich so ein Projekt gut in ihrem Lebenslauf ausmachen würde. Nicht geplant war jedoch, daß es ihr in Hope Harbor so gut gefallen würde. Von Matt Quinn, nachdem das erste Eis gebrochen ist, ganz zu schweigen. Doch er wohnt In San Francisco, und sie zieht es wieder in eine andere Großstadt. Da muß sich der Zauber von Hope Harbor sehr anstrengen, wenn das zu einem guten Ende führen soll.

 

 

 

Meine Meinung

Nachdem ich lesemäßig in ganz anderen Gefilden unterwegs war, wurde es Zeit für eine Rückkehr nach Hope Harbor, quasi als „Urlaub von anstrengenden Büchern“. Und auch dieses Mal hat die Autorin die in sie gesteckten Erwartungen zur Gänze erfüllt. Dazu trugen auch die „üblichen Verdächtigen“, die in jedem Band auftauchen, bei: Die Möwen Floyd und Gladys, die beiden kabbelnden Geistlichen und natürlich Charlie, der Künster mit seinem Taccostand und den unvergleichlichen Lebensweisheiten. Kurz: schon nach wenigen Seiten habe ich mich wieder zuhause gefühlt, wie es bisher kaum eine andere Reihe geschafft hat.

Natürlich kann man einwenden, daß sich manches wiederholt, wie ein Thema mit Variationen. Aber gerade das macht für mich den Reiz dieser Bücher aus: Bekanntes wird mit Neuem angereichert und erzeugt so ein Gefühl von „Nachhausekommen“. Gerade in unseren immer unangenehmer werdenden Zeiten ist diese Buchreihe eine „Insel der Ruhe und des Glücks“, auf die man sich zur Erholung und zum neue Kraft tanken zurückziehen kann.

Und so habe ich denn die Entwicklung der Handlung und der Beziehung zwischen Vienna und Matt mit gespanntem Interesse verfolgt. Immer wieder tauchen Figuren auf, die in früheren Bänden die Hauptdarsteller waren; doch auch für diesen Roman gilt: das Buch ist für sich alleine verständlich, Informationen von früher, die man zum Verständnis kennen sollte, sind an passender Stelle eingefügt.

Im Verlauf der Erzählung überkam mich so ein Gefühl, wie das Ende eigentlich besser wäre, als die Ausgangssituation vermuten läßt. Ob sich nun dieses Gefühl bewahrheitet hat oder nicht, werde ich hier sicherlich nicht verraten. Man darf allerdings davon ausgehen, daß auch in diesem Band der Reihe das Ende so ausfällt, daß man rundum zufrieden sein kann. Wie das bei einem Wohlfühlbuch eben auch so sein sollte.

 

Mein Fazit

Wieder ein Wohlfühlbuch, das einen die Umwelt (und ihre Probleme) für ein paar erholsame Stunden vergessen läßt. Quasi Urlaub im Lesesessel mit Nervenberuhigungsgarantie. Einfach schön.

 

Über die Autorin

Irene Hannon hat Psychologie und Journalistik studiert. Sie gab ihre hohe Stellung bei einem Weltunternehmen auf, um ganz als Schriftstellerin tätig zu sein. Sie hat zahlreiche Bücher geschrieben und etliche Preise gewonnen. Mit ihrer Familie lebt sie in Missouri.

Bibliographische Angaben meiner gelesenen Ausgabe

346 Seiten, kartoniert
Originaltitel: Sandcastle Inn. Aus dem Amerikanischen von Silvia Lutz
Reihe: Hope Harbor, Band 10
Verlag: Francke Buch GmbH, Marburg 2025; ISBN 978-3-96362-486-5

 

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