Maedel, Karl-Ernst: Bekenntnisse eines Eisenbahn-Narren

Gerade bei der Erinnerung an die damalige Zeit wird deutlich, wie sehr doch die Technik dem Menschen von heute vertraut geworden ist, wie sehr aber auch - und das erscheint mir besonders bemerkenswert - der Nimbus der Eisenbahn verblaßt ist. (Seite 14)

 

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„Der normale Sterbliche macht sich nicht im entferntesten eine Vorstellung davon, wie anstrengend es ist, ein Eisenbahnnarr zu sein und was für Komplikationen mit diesem Zustand verbunden sind.“ So beginnt der Rückseitentext, und wenn man Maedels Buch liest, wird einem recht bald klar, wie zutreffend das ist. In einzelnen Episoden, die in den frühen Zwanziger Jahren beginnen und bis in die ersten Sechziger Jahre reichen, erzählt Maedel in seinem unnachahmlichen, leicht melancholischen Stil Begebenheiten aus seinem Leben. Der geographische Bogen spannt sich von Mitteldeutschland über Ostpreußen bis hin ins Rheinland, von den „wilden Zwanzigern“ über die Jahre in Nazideutschland, Kriegserlebnisse bis hin in die Nachkriegszeit. So erzählt er ein sehr persönliches Stück Zeitgeschichte - gesehen durch die „Narrenbrille“ eines Eisenbahnverrückten.

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Remus, Diana: Ich bin Herodias

Vielleicht ist das das größte Geschenk, das man einem Menschen machen kann: ihm die Freiheit zu lassen, seinen eigenen Weg zu gehen. (Seite 324/325)

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Herodias kommt im Evangelium nicht sehr gut weg. Zeit also, daß sie die Geschehnisse jener Tage aus ihrer Sicht erzählt. Und so werden die allseits bekannten Ereignisse aus jenen Tagen aus einem anderen Blickwinkel berichtet. Dabei werden aus Menschen, von denen man vielleicht nur den Namen kennt, lebendig und wir erhalten eine bildgewaltige Schilderung jener unruhigen Jahre der Zeitenwende, die die Welt für immer verändern sollten. Vieles ist geläufig, manches wird in ganz anderem Licht erzählt. Eine Einladung, sich aus neuer und anderer Perspektive mit bekannten Personen und Geschichten zu befassen.
„Ein fesselnder Roman, der Vergangenheit lebendig werden lässt.“ (Aufbau-Verlag)

 

 

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05: So schnell kann es gehen oder der Rohbau macht Fortschritte

Faller Bebenhausen: Spritzlinge

Ein Weg beginnt mit dem ersten Schritt, und ein Bau (von der Baugrube jetzt einmal abgesehen) damit, die ersten Steine aufeinanderzulegen und sie durch Mörtel zu verbinden. Im Maßstab 1 : 1 jedenfalls.
Im Maßstab 1 : 87 heißt der Beginn, die Mauerteile aus den Spritzlingen zu lösen und zusammenzukleben - möglichst in der richtigen Reihenfolge.

 

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Eine der nächsten Rezensionen

Sylvie Winter - Rote Erde, weißes Herz

Cover: Not am MannZum Inhalt (Quelle: nach Verlagsangabe)

Marisa steckt mitten in einer Lebenskrise. So nimmt sie den Auftrag an, eine Heilerin der Navajo zu interviewen und reist in die USA. Dort angekommen, läuft so gut wie nichts nach Plan. Zudem gerät sie in die Auseinandersetzungen zwischen den Navajos und einer Minengesellchaft, die Uran abbaut. Als sie sich bei einem Ausflug verletzt, spitzt sich die Situation zu.

 

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