Bücher/Rezension-Western

  • Bittner, Rosanne: Indian Summer

    Ein Mann kann sich nicht einfach zurücklehnen und sich von anderen schikanieren lassen, selbst wenn er weiß, daß er nicht gewinnen kann.* (Seite 37)

    Cover: Indian SummerZum Inhalt

    Maggie Gibson lebt mit ihrem Mann sowie ihrer Tochter in der Nähe der Reservation, für die ihr Mann als Pastor zuständig ist. Doch ihr Mann wird immer einsilbiger und gefühlskalt, wodurch die Ehe belastet wird. Durch eine zufällige Begegnung mit dem Cheyenne Wild Horse lernt sie eine ganz andere Lebenseinstellung kennen. Zumal sich dieser mitnichten als das „Monster“, als das er geschildert wird, sondern als vernünftiger Mensch herausstellt. Doch die Zeiten sind nicht für Vernunft, und so scheint eine Katastrophe unvermeidbar.

     

     

  • Bittner, Rosanne: Song of the Wolf

    Ich kann diese Denkweise nicht verstehen. Mein Volk versucht nicht, andere dazu zu bringen, wie wir zu sein. Wir leben auf die Art, die wir uns ausgesucht haben und lassen andere ein gleiches tun.* (Medicine Wolf, Seite 146)

    Cover: Song of the WolfZum Inhalt

    Als sechsjähriges Mädchen wurde Medicine Wolf in der Wildnis von einem Rudel Wölfe vor dem sicheren Tod bewahrt. Seither hat sie eine spirituelle Verbindung mit den Wölfen, hat immer wieder Visionen und wird von Wölfen beschützt. Zur jungen Frau herangewachsen, wird ihre besondere Begabung immer stärker ausgeprägt und sie wird zur „heiligen Frau der Cheyenne“.
    Mit Bear Paw ist sie seit ihrer Kindheit verbunden, teilen beide doch die selben Visionen. Zusammen führen sie die Cheyenne durch die immer schwerer werdenden Zeiten, kommt doch eine Welle Siedler nach der anderen und nimmt den Indianern ihr angestammtes Erbe.
    „Song of the Wolf“ ist die Geschichte vom Untergang des freien Lebens der Cheyenne. Medicine Wolf und Bear Paw sind fiktive Gestalten, die beschriebenen Ereignisse lassen sich jedoch in den Geschichtsbüchern nachlesen. Bis hin zum tragischen Ende einer stolzen Nation.

     

     

  • Brown, Dee: Du folgtest dem Falken, Amayi

    Auf der langen Fahrt nach Washington sollte ich oft darüber nachdenken, daß die weißen Männer uns nicht nur unser Land geraubt, sondern auch noch unsere Namen gestohlen hatten, um geraubtes Land danach zu benennen. (Seite 388)

    Cover: Du folgtest dem Falken, AmayiZum Inhalt

    Der Originaltitel gibt einen Hinweis darauf, worum es in diesem Buch geht: um Creek Marys Blut. Allerdings nicht das, welches sie vergoß, sondern das, welches in ihren und ihrer Nachkommen Adern fließt. Es ist die Geschichte einer indianischen Familie ab etwa dem letzten Viertel des 18. bis in die ersten Jahre des 20. Jahrhunderts. Beginnend in einer Zeit, da die Indianer noch nach althergebrachter Art selbstbestimmt leben konnten bis hin zum Untergang der letzten freien Stämme. Ein Panorama, das daherkommt wie ein Sturmwind, der den Leser in längst vergangene Zeiten mitreißt

     

     

  • Cather, Willa: Meine Antonia

    Der alte Mann lauschte, und sein Lächeln war so voller Traurigkeit, so voller Mitleid mit allem, daß ich es niemals wieder vergaß. (Seite 47)

    Cover: Meine AntoniaZum Inhalt

    Die Handlung setzt ungefähr 1880 ein. Jim Burden erzählt von seiner Kindheit und der Bekanntschaft mit der vier Jahre älteren Antonia Shimerda, Tochter böhmischer Einwanderer. Während seine Familie recht gut aufgestellt war, war Antonias Familie noch nicht lange auf ihrer Farm und hatte große Mühe, diese aufzubauen. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege, auch wenn beide ganz verschiedene Lebensentwürfe haben und verfolgen.

     

     

  • Coldsmith, Don: Bearer of the Pipe (Spanish Bit Saga 24)

    Das stimmt, mein Sohn. Es ist immer so. Wir werden geboren, wir leben, wir sterben. Es ist alles eins. Wie das Gras, die Bäume, der Büffel. Alle sind für einige Zeit hier, oder längere Zeit, und gehen dann hinüber.* (Seite 53)

    Cover: Bearer of the PipeZum Inhalt

    Im Volk wird ein „Kind des Schicksals“ geboren, denn schon sehr bald wird deutlich, daß Wolf Pup, wie der Junge heißt, ein besonderes Kind mit besonderen Gaben ist. Doch bevor er seine Bestimmung als Medizinmann finden kann, muß er eine harte und lange Ausbildungszeit durchleben. Er muß die Natur verstehen lernen, damit er seinem Volk dienen kann.
    Doch nicht immer geht alles nach Plan. Und plötzlich steht er vor einer Entscheidung, die Leben oder Tod bedeuten kann.

     

     

  • Coldsmith, Don: Child of the Dead (Spanish Bit Saga 23)

    Kulturen und ihre verschiedenen Probleme kommen und gehen, doch die Menschen bleiben Menschen. Sie haben Hoffnungen und Träume, Zufriedenheit, Lachen und Weinen, Liebe und Verlust, doch einen Willen zum Überleben und der Suche nach etwas Besserem.* (Seite VII, Vorwort)

    Cover: Child of the DeadZum Inhalt

    Nach dem Tod ihres Mannes ist Running Dear in Schwermut und Bitterkeit versunken und erwartet nichts mehr vom Leben. Auf dem Weg zum Sommercamp kommen sie an einem Lager vorbei, dessen Bewohner offensichtlich alle an den Pocken gestorben sind. Alle, bis auf ein etwa fünfjähriges Mädchen. Running Deer entschließt sich, beim dem Kind zu bleiben, das anscheinend nur noch ein paar Tage zu leben hat, selbst oder vor allem auf die Gefahr hin, sich selbst anzustecken und zu sterben.
    Doch selbst, wenn man das Schicksal mit dem Todesgesang herausfordert bedeutet dies nicht, daß man diesen Kampf tatsächlich verliert. Jedenfalls nicht so schnell. Oder am Ende gar nicht?

     

     

  • Munn, Vella: Spirit of the Eagle

    Wenn du ein Modoc wärst, ein wahrer Modoc, würdest du den Mount Shasta betrachten und Ehrfurcht empfinden, denn dort wohnt der Sonnengott. Der große Berg ist ein Geschenk, ein Segen, das Werk von Händen, die unser Verständnis übersteigen. Das ist es, was wahrer Glaube ist, Jed. Jenseits des Verstehens.* (S. 105)

    Cover: Spirit of the EagleZum Inhalt

    Jed hat als einziger von achtzig Soldaten schwer verwundet einen Kampf gegen Sioux überlebt - seither haßt er Indianer. Luash ist die Nichte des Anführers einer Gruppe von Modocs, die die Reservation verlassen haben, um wieder gemäß ihren Traditionen zu leben.
    Als Jed der Truppe, die die Modocs zurück ins Reservat bringen soll, als Berater zugeteilt wird (er ist der Einzige mit Erfahrung in Indianerkämpfen), kommt es zu einer schicksalhaften Begegnung der beiden. Er, der an nichts mehr glaubt und sie, die tief in den Mythen ihres Stammes verhaftet ist. Eigentlich sollten sie sich hassen - doch sie vermögen es nicht. Immer wieder treffen sie aufeinander und können den Lauf der Geschichte doch nicht ändern.
    Die Ereignisse spitzen sich zu in jenen Jahren 1872/1873 während des „Modoc War“. Doch da ist noch der Adler, der seine schützenden Schwingen über Luash ausbreitet und der Jed an seinem Unglauben verzweifeln läßt. Ob es trotz des Untergangs der Modoc eine Zukunft für die beiden gibt?

     

  • Munn, Vella: The Man from Forever

    Sie fühlte sich einsam und verängstigt, weil Loka etwas verstand, was sie nicht verstehen konnte, akzeptiere, was unmöglich sein konnte, und es war Wirklichkeit geworden.* (S. 131)

    Cover: The Man from ForeverZum Inhalt

    Als die Anthropologin Tory Kent im Stammesland der Modocs in Californien ankommt, gibt sie wenig auf die Gerüchte über einen Geistkrieger, der dort Wache halten soll. Sie will den Ort sehen und besuchen, an dem ihr Ur-Ur-Großvater in den Indianerkriegen ermordet wurde. Doch plötzlich steht ein Krieger wie aus vergangenen Tagen leibhaftig vor ihr und bezeichnet sie als Feindin. Traum oder Realität? Und wenn es Realität ist - was bedeutet das? Die Grenzen von Raum und Zeit scheinen zu verschwimmen, und so nimmt das Schicksal seinen Lauf.

     

     

  • Robson, Lucia St. Clair: Die mit dem Wind reitet

    Old Owl wußte tief im Innern, daß das Volk sich nicht mehr darauf verlassen konnte, daß die Welt so funktionierte, wie sie seit Urzeiten funktioniert hatte.
    (S. 469)

    Cover: Die mit dem Wind reitetZum Inhalt

    Im Jahr 1836 wurde die neunjährige Cynthia Ann Parker bei einem Überfall von Comanchen entführt. Sie hieß später Nadua, integrierte sich völlig in den Stamm und heiratete den Kriegshäuptling Nocona. Im Roman wird ausführlich über das Leben der Comanchen und die Veränderungen, die das Vordringen der weißen Siedler in die von den Comanchen bewohnten Gebiete geschildert. Es ist von guten wie von schweren Tagen die Rede. Bis hin zum Untergang des freien Lebens auf der Llano Estacado.

     

     

  • Ross, Sally M.: The Hope the Lawman Needed

    „Unsere Fehler definieren uns nicht,“ schloß Hope und sprach aus, was alle dachten. „Außer wir lassen sie.“* (Seite 382)

    Cover: The Hope the Lawman NeededZum Inhalt

    Nach dem Tod ihrer Eltern waren Daniel und seine jüngere Schwester Hope auf sich alleine gestellt. Daniel verfiel dem Alkohol und dem Spiel, während Hope arbeiten ging und ihrem Bruder immer wieder Geld zuschustern mußte, um seine Schulden bei zwielichtigen Gestalten zu tilgen.
    Da sie so nicht mehr länger leben will, reist sie als Mail Order Bride nach Montana - nur um festzustellen, daß Ethan, der die Anzeige aufgab, sie nicht heiraten wird. Sein Freund, der Rancher Jackson Hale, hat schon des Öfteren die Kohlen für ihn aus dem Feuer geholt, so auch hier. Er wird Hope heiraten, es soll allerdings eine Vernunftehe ohne weitere Verpflichtungen sein. Aber wie das so geht, im Laufe der Zeit kommt man sich dennoch näher, obwohl beide das nicht vor hatten. Kompliziert wird es allerdings, als immer mehr Angriffe auf die Ranchs der Gegend verübt werden. Und auch ihre Ranch ins Blickfeld der Übeltäter gerät.

     

     

  • Strauss, Britta: Nocona - Der Wanderer

    „Durch die Nacht“, flüsterte es in meinem Kopf, „Durch die Dunkelheit. Durch die Zeit. Ihr geht nicht einen Weg. Sondern Tausende.“ (Seite 459)

    Cover: Ncona. Der WandererZum Inhalt

    Um Aufnahmen für einen Bildband zu fotografieren, reist Sara nach Oklahoma ins Indianerreservat. Dort trifft sie auf Makah, von dem sie sich seltsam angezogen fühlt - was ihm umgekehrt genauso ergeht. So als würden sie sich kennen, obwohl sie sich noch nie zuvor begegnet sind. Als ob dies nicht seltsam genug wäre, beginnen bei ihr wie bei Makah Visionen, die sie in eine längst vergangene Zeit entführen und die Leben zweier historischer Menschen nachleben lassen.
    1836 wird die etwa elfjährige Cynthia Ann Parker bei einem Überfall von Comanchen entführt. In den folgenden Jahren fügt sie sich vollständig in das Stammesleben ein, um schließlich Nocona, den Sohn eines Kriegshäuptlings, der selbst einmal dieses Amt bekleiden wird, zu heiraten.
    Die Leben der vier scheinen durch Raum und Zeit hinweg verbunden - ist eine erneute Katastrophe vermeidbar?

     

     

  • West, Charles G: Duel at Low Hawk

    Sie hatte sich mit ihrem unvermeidlichen Ende abgefunden, spürte, wie sich ihr pochendes Herz langsam wieder beruhigte, und atmete schicksalsergeben aus. (Seite 154f)

    Cover: Duel at Low HawkZum Inhalt

    Als Boot Stoner nach zwölfjähriger Haft aus derselben entlassen wird, hat er nur einen Gedanken: Rache. Plündernd und mordend macht er sich auf den Weg nach Oklahoma und entführt „nebenbei“ noch seine Stiefschwester, die er als Sklavin hält und mißbraucht.
    Im ganzen Staat gibt es nur einen Mann, der ihn stoppen und das Mädchen retten kann: U.S. Deputy Marshal John Ward. Er hat bisher noch jeden Verbrecher zur Strecke gebracht - und das wird auch dieses Mal vermutlich der Fall sein. Es beginnt eine gnadenlose Jagd auf Leben und Tod.

     

     

  • Winter, Sylvie: Rote Erde, weißes Herz

    Alles Konkrete schien sich hier in dieser endlosen Weite aufzulösen. (Seite 24)

    Cover: Rote ERde, weißes HerzZum Inhalt

    Marisa steckt mitten in einer Lebenskrise. So nimmt sie den Auftrag an, eine Heilerin der Navajo zu interviewen und reist in die USA. Dort angekommen, läuft so gut wie nichts nach Plan. Zudem gerät sie in die Auseinandersetzungen zwischen den Navajos und einer Minengesellchaft, die Uran abbaut. Zu allem Überfluß wird sie von Raven, dem Enkel der Heilerin, nicht gerade freundlich empfangen. Als sie sich bei einem Ausflug verletzt, spitzt sich die Situation zu.

     

     

Cookies erleichtern bzw. ermöglichen die Bereitstellung unserer Dienste. (Bei der Nichtannahme von Cookies kann die Funktionsfähigkeit der Website eingeschränkt sein.)