Go home. (Geh nach Hause.)

 

Cover Wo du zuhause bistZum Inhalt

Faith und der Wallstreet-Broker Luke haben geheiratet, obwohl beider Familien nicht gerade begeistert waren. Als Luke wegen Manipulationen verhaftet wird, gerät die Ehe in eine schwere Krise. Plötzlich steht Faith alleine da, das Luxusleben ist zu Ende. In dieser Situation fährt sie zu ihrem Vater auf die Farm nach Carolina. Um ihre Wunden zu lecken und sich über die Zukunft klar zu werden.
Luke kommt nach Intervention seines Vaters wieder aus dem Gefängnis frei, aber beide - Luke wie Faith - finden nicht so recht einen Weg zu einem Gespräch miteinander. Da erkrankt Faiths Vater schwer und nur Luke kann die Verbindung zu einem Spezialisten herstellen.

 

 

Meine Meinung

„In guten wie in schlechten Tagen. Bis daß der Tod euch scheidet.“ Noch immer ist das Teil des Eheversprechens, aber was zählen diese Eide heute, im Zeichen verschwindender Werte und zunehmender Scheidungszahlen, noch? Wer denkt in den guten Tagen daran, daß auch schlechte kommen könnten - und wie man diese überstehen soll. Gemeinsam überstehen soll, anstatt sich sofort zu trennen?

Völlig ohne Vorwarnung kommen für Faith und Luke diese schweren Tage, als Luke von der Börsenaufsicht wegen Betrügereien, die in der Firma, in der er arbeitet, vorgekommen sind verhaftet wird. Die ganze Luxuswelt bricht in sich zusammen wie ein Kartenhaus, denn Luke hat nie eine Andeutung darüber gemacht, daß irgend etwas nicht stimmen könnte. „Sonst wärst Du jetzt auch im Gefängnis,“ sagt er zu Faith, als diese ihn dort besucht. Der macht jedoch vor allem das fehlende Vertrauen ihres Mannes, daß er sie jahrelang belogen hat, zu schaffen. Und so fährt sie auf die väterliche Farm ins ländliche Carolina.

Die Geschichte beinhaltet Motive vom Gleichnis des verlorenen Sohnes, übertragen in die heutige Zeit. Faith hatte seit einigen Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater oder ihrer Schwester und weiß nicht, wie sie empfangen wird. Es wird zwar kein Mastkalb geschlachtet, aber zumindest ihrem Vater ist sie willkommen. Er drängt sie auch nicht zu erzählen, und so dauert es eine Weile, bis sie mit der Wahrheit heraus rückt.

Das Erfreuliche an diesem Film ist die langsame Erzählweise - er nimmt sich Zeit, selbst in den Szenen, die in der Großstadt spielen. Teils in Rückblenden erfährt man die Vorgeschichte und die Motive der Hauptfiguren, soweit das fürs Verständnis notwendig ist. Der Film verfolgt vor allem Faith in ihrem Bemühen, die Situation zu verstehen und zu einem Entschluß zu kommen, wie es weiter gehen soll. Soll sie sich scheiden lassen oder zu ihrem Mann stehen? Gibt es etwas, das über diese Tage hinweg trägt oder ist die Liebe beim ersten Sturm quasi vom Winde verweht?

„Warum hast du ihn geheiratet?“, fragt ihr Vater Calvin Faith. „Weil ich ihn liebe,“ ist die Antwort. „Warum bist du dann noch hier?“ Vielleicht ist dieses Gespräch der Wendepunkt, der Anstoß sich endlich ernsthaft mit dem Leben zu befassen. Vielleicht sind es die Avancen des Jugendfreundes Lee, die sie zum Nachdenken bringen, vielleicht ist es die Ruhe der Provinz, die ein Insichgehen ermöglicht. Oder alles zusammen. Den letzten Anstoß gibt sicherlich das Zusammentreffen, als Luke eine Untersuchung beim Spezialisten in New York arrangiert hat.

Luke, der seinerseits mit der Vergangenheit kämpft und nur eines sicher weiß: er liebt Faith noch immer. Aber da sind die Ansprüche der Familie, die Stellung in der Gesellschaft - und sein Vater, der ihn trotz allem nach seiner Frau fragt.

Die Rollen fand ich gut besetzt. Jana Kramer kannte ich vorher nicht, aber man merkt, daß sie auch Countrysängerin ist; einige der Songs vom Soundtrack stammen von ihr. Die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern stimmte, und ich habe es Luke abgenommen, daß er andere Wege als von seiner Familie vorgezeichnet gehen wollte. Von daher war manche Entwicklung wohl zwangsläufig.

Eine der interessantesten Szenen ist sicherlich das direkte Aufeinandertreffen von Luke und Calvin, als es nicht (mehr) um Äußerlichkeiten, sondern das Wesentliche, das was zählt geht. Wichtig ist nicht, was man nicht, sondern das, was man getan hat. Oder in Zukunft tut.

 

Mein Fazit

Der Film überträgt das Gleichnis vom verlorenen Sohn in die heutige Zeit und stellt die Frage nach Beständigkeit und Wert von Ehe und Familie. Nachdenkens- und sehenswert.

 

 

Angaben zu Film und DVD

Originaltitel: Heart of the Country
Regie: John Ward
Darsteller: Jana Kramer, Randy Wayne, Gerald McRaney, Anne Hawthorne, Shaun Sipos, u. v. a.
Sprachen: Deutsch / Englisch
Laufzeit: ca. 83 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 12
Erschienen: Film: 2013 / DVD: 2014
Regionalcode / Format: 2 / PAL

Seemayer, Karin: Der Himmel über Amerika (1) - Rebekkas Weg

Nichts war mehr selbstverständlich. Sie waren auf einem neuen Weg, und es würde kein leichter sein. (Seite 404)

 

Cover: Der Himmel über Amerika - Rebekkas Weg

 

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1815 kurz nach der Schlacht von Waterloo, an der Andreas Faber als Soldat teilgenommen hat. Doch nun wird er gesucht und muß fliehen. Unterwegs trifft er einen Täufer, der seine Gemeinde verlassen mußte. Beide müssen ein neues Leben beginnen - und tauschen daher die Identität.
Mit einer Empfehlung in der Tasche und Daniel als neuem Namen trifft Andreas bei den Ammannleit in Schönthal ein und wird aufgenommen. Sobald Gras über seine Sache gewachsen ist, will er weiter. Was allerdings nicht geplant war: er verliebt sich in Rebekka. Und diese, obwohl einem anderen versprochen, erwidert die Gefühle. So wird eine einfache Sache zusehends komplizierter.

 

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Lapide, Pinchas: Ist die Bibel richtig übersetzt?

 

Cover: Ist die Bibel richtig übersetzt?

 

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Entscheidend für unser Verständnis der Bibel ist ihre Übersetzung ins Deutsche. Diese weist aus der Sicht des jüdischen Religionsphilosophen Pinchas Lapide folgenreiche Fehler und Mißverständnisse auf, die er durch einen Vergleich mit der Originalsprache belegt. Sein Blickwinkel eröffnet interessante Neu- und Andersdeutungen für diesen zentralen Text der jüdischen und christlichen Kultur.

 

 

 

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01: Module - schon wieder ein neues Projekt?

Gleisplan Module 1 und 2Es könnte so einfach sein, wenn man immer wüßte, was man wollte - und man immer nur eine Sache wollen würde.
Aber leider ist es nicht so einfach.
Wobei - das leider kann ich mir eigentlich sparen. Denn genau genommen kann sich durch dieses "nicht-wissen-was-man-will" auch eine Vielfalt ergeben, die Langeweile nicht aufkommen läßt. Denn wenn eine Sache gerade nicht interessant ist, ist es eben eine andere. Es gibt ja eine Auswahl.

 

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Eine der nächsten Rezensionen

Don Coldsmith "Medicine Hat"

Cover: Medicine Hat

Pipe Bearer, der junge Medizinmann, geht zusammen mit seiner Frau Otter Woman auf Visionssuche, da ein mit heiligen Zeichen im Fell geborenes Fohlen geboren wurde. Nun gilt es, diese Zeichen zu deuten: sind es gute oder schlechte Vorzeichen?
Ihre Reise führt die beiden weit von zuhause entfernt über die nördlichen Plains. Dabei treffen sie nicht nur auf ihnen freundlich gesinnte Stämme, so daß es nicht sicher ist, ob sie je wieder nach Hause zurückkehren werden.

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